17. September 2018

Back to the Roots

© Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Abgespeckte Lückerather Dorf- und Kinderkirmes lockte Tausende Besucher an, vor allem Familien mit Kindern – Spiele, Bühnenshow, Essen, Trinken und Attraktionen – André Meyer siegte beim Pflaumenkernspucken – „Flitsch“-Eisenbahnen mit Trecker und echter Dampflok – Ponyreiten und Kinderlieder – Jugendpopband „TBRT“, Musikvereine Kallmuth und Sistig und die Bigband „GAT the Sound“

Mechernich-Lückerath – In ihrem 41. Jahr strebte die berühmte Lückerather Kinderkirmes am dritten Septembersonntag nicht nach dem jahrzehntelang erfolgreich praktizierten „Schneller, weiter, höher“. Das Volksfest mit Hundertausenden Besuchern seit seinen Anfängen hat sich seit dem 40jährigen Jubiläum 2017 seiner Wurzeln besonnen. Es sollte wieder eine solide Dorfkirmes alten Stils auf die Beine gestellt werden. Allerdings nach wie vor mit Platz vor allem für tausende Kinder aus der näheren und weiteren Umgebung.

Kinderpolonäse über den Kirmesplatz: Das gibt es auch nur bei der legendären Lückerather Kinderkirmes, die seit 40 Jahren jeweils am dritten Sonntag im September rund um die Dorfkapelle St. Luzia gefeiert wird. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Kinderspiele und Unterhaltung für Familien standen diesmal im Vordergrund mit Dorfeisenbahn „Flitsch“, Ponyreiten, Dosenwerfen, Hüpfburg, Ketten- und Autokarussell, Entenangeln, Balken-Kissenschacht, Säckchenwerfen, Bälle-Mikado, Fahrzeug-Parcours, Pfeilewerfen, Schminken, Filzen, Tattoos, Helikopter und einem tollen Bühnenprogramm.

Kissenschlacht am Schwebebalken

Die Moderatoren Heinz Rolf Meyer und Felix Lang präsentierten unter anderem die Musikvereine Kallmuth und Sistig, Kinderliedermacher Uwe Reetz, die Teenage-Band „TBRT“ aus Mechernich, Michael Schmitz und seine gymnasiale Bigband „GAT the Sound“. Die Showmaster lieferten sich aber auch gegenseitig eine Kissenschlacht auf dem Schwebebalken und dem Publikum eine spaßige Kanonade mit dem Mohrenkopf-Katapult.

Wie weiland die zwischen Kall und Hellenthal verkehrende Oleftalbahn im Eifeler Volksmund „Flitsch“ genannt wurde, so trägt ein zugähnliches Gespann auf der Lückerather Kinderkirmes auch diesen traditionsreichen Namen. Tarnte man früher den Traktor, der die Lückerather Kindereisenbahn „Flitsch“ durchs Dorf zog, mit Pappendeckel ringsum als Lokomotive, so fuhren Frank Rang (im Bild), Stefan Schick und Tobias Pünder diesmal ganz offen mit dem Trecker-Oldie Marke Güldner und ihren jungen Passagieren durch die Straßen. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mit von der Partie waren auch die Freiwillige Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr Bleibuir, eine Kindereisenbahn mit echter Dampflok sowie einige Ess- und Getränkestände. Dabei servierten die über 60 im Einsatz befindlichen Lückerather Helfer und ihre traditionell zahlreichen Unterstützer aus dem ganzen Mechernicher und Kaller Umland unter anderem Pizza, selbstgebackenen Kuchen, Waffeln, Hamburger und Obstbecher.

Mit „TBRT“ verdiente sich eine Popband mit noch recht jungen Musikern auf der Lückerather Kirmesbühne erste Meriten. Die talentierten Instrumentalist/inn/en und Sänger/innen aus Mechernich glänzten unter anderem auch mit einer Eigenkomposition. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die jahrzehntelang im Guinness-Buch-der Rekorde verzeichnete „Weltmeisterschaft im Prommekernweitspucken“ hat nach der Trennung zwischen der aktuellen Dorfgemeinschaft Lückerath und den Altvorderen der Lückerather Kinderkirmes einem Zielspuckwettbewerb Platz gemacht, bei der die Teilnehmer versuchen müssen, ins punkthöchste Loch eines pyramidenartig aufgestellten Rohrsystems zu spucken. Die höchste Punktzahl errang diesmal André Meyer aus Bescheid (Stadt Mechernich), gefolgt von David Stoffels und Alexander Kämmer.

Der Kommerner Kinderliedermacher Uwe Reetz begeisterte die „Pänz“ einmal mehr auf der in den siebziger Jahren für sie geschaffenen und inzwischen legendären „Lückerather Kinderkirmes“. Auch Willi Greuel, der Erfinder und „Vater“ des jährlichen Spektakels, wurde auf dem diesjährigen Kirmesplatz gesichtet. Die Leitung der Dorfgemeinschaft haben inzwischen Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Schick und Ortsvorsteher Rudolf Hoß übernommen. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Kirmes herausgeholt wurde erstmals nicht zu den Klängen des Musikvereins Bleibuir, sondern zum Spiel eines aus Musikern der ganzen Umgebung spontan zusammengewürfelten Orchesters. Der guten Laune tat das natürlich keinen Abbruch. Bei der Lückerather Kinderkirmes 2018 gab es auch wieder einen Trödelmarkt sowie eine Verlosung für Kinder und eine Tombola für Erwachsene. Der Erlös ist für Kinder und Jugendliche in der Schwerstlangzeitpflege der Communio in Christo in Mechernich bestimmt.

pp/Agentur ProfiPress

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Klaus Schäfer

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