9. Mai 2019

Erfolgsreihe geht weiter

Neues kirchenmusikalisches Leitungsteam an der Eifelbasilika Steinfeld mit Michael Pützer, Holle Goertz und Thomas Gehrke vorgestellt – Konzertreihenbegründer Hans-Peter Göttgens und Pfarrer Wieslaw Kaczor sind zuversichtlich, dass viele Musikfreunde aus dem weiten Aachener und Kölner Umland zu Konzerten an der berühmten barocken Königorgel kommen

Eifel/Kall/Steinfeld – Zum 1. Juni übernimmt ein Trio aus profilierten Kirchenmusikern die Leitung der seit 1975 existierenden Orgelvespern und Vesperkonzerten und des bekannten „Steinfelder Orgelsommers“ an der Eifelbasilika. Die neue Reihe „Wort und Klang“ mit Pastoralreferentin Alice Toporowsky, Gemeindereferentin Ruth Winterscheidt und eine Vielfalt an musikalischen Beiträgen und Musikern sowie das Mittagsgebet im Sommer komplettieren das Angebot.

Pfarrer Wieslaw Kaczor SDS und Hans-Peter Göttgens, der langjährige Leiter des berühmten Chores und Orchesters an der Basilika und Begründer der Kirchenmusikreihe, stellten das neue Leitungsgespann jetzt vor. Es besteht aus dem Kirchenmusiker an der Basilika Steinfeld, Michael Pützer, der Regionalkantorin Holle Goertz und dem Theologen und Kirchenmusiker Thomas Gehrke.

Das Kirchenmusikprogramm mit Konzerten namhafter Künstler, dem 74. Eifeler Musikfest am 15. und 16. Juni, dem „Internationalen Orgelsommer“ von Juni bis September und ganzjährigen Orgel- und Vesperkonzerten und der neu aufgelegten Musik- und Meditationsreihe „Wort und Klang“ findet so seine kontinuierliche Fortsetzung.

Konzerte wurden schnell Selbstläufer

Gründer Hans-Peter Göttgens ist guter Dinge, dass unter der musikalischen und organisatorischen Leitung von Michael Pützer, Holle Goertz und Thomas Gehrke die reichhaltigen Angebote an der Eifelbasilika weiterhin viele Musikfreunde in der Eifel und im weiten rheinischen und Aachener Umland begeistern wird.

Hans-Peter Göttgens, der die im Dezember 1975 neue Musikreihe aus der Taufe gehoben hat, eröffnete diese mit einem fulminanten Adventskonzert. 1992 gab er die Leitung dann an den außerordentlich erfolgreichen Organisten Andreas Warler ab, der zum Januar 2019 in den Kirchengemeindeverband Hellenthal wechselte.

„Ich war eine Zeit lang beunruhigt, wie es mit der Kirchenmusik an der geliebten Basilika weitergehen könnte, aber jetzt bin ich guter Dinge“, so Göttgens. Zumal mit Erik Arndt für den Chor an der Eifelbasilika Steinfeld ein neuer hochqualifizierter Leiter gefunden sei.

„Die Konzerte wurden schnell zum Selbstläufer“, so Göttgens, der skeptische Kirchenvorstand habe nicht einmal seine Schatullen öffnen müssen, um die Restaurierung der Orgel mit 17 originalen Registern aus dem 16. Jahrhundert zu finanzieren: „So schnell hatten wir die erforderlichen 135.000 DM eingespielt. 1982 fand die Restaurierung statt, 1983 war sie bezahlt!“

Insgesamt verfügt das Steinfelder Orgelwerk heute über 35 Register. „Das Instrument hat internationale Bedeutung“, so Holle Goertz. „Im Rheinland ist unsere Königorgel einmalig“, ergänzt Michael Pützer. Organisten aus der ganzen Welt kommen ins Salvatorianerkloster Steinfeld, um sie zu spielen.

Am 19. Mai konzertiert Prof. Craig Cramer aus den USA, am 23. Juni der Trierer Domorganist Josef Still. Ioanna Solomonidou aus Thessaloniki spielt am Sonntag, 7. Juli, Luc Ponet aus dem belgischen Tongeren am 21. Juli. Es folgen unter anderen Maria Magdalena Kaczor aus Polen, Paul Rosomann aus Neuseeland, Kensuke Ohira aus Japan, Christoph Grohmann aus Rheda-Wiedenbrück, Stefan-Emanuel Knauer aus Erkelenz und Prof. Daniel Zaretsky aus St. Petersburg.

Jeden 2. Donnerstag im Monat

Die Kontakte hatte noch Andreas Warler geknüpft, der selbst in der ganzen Welt zu Konzerten eingeladen wird. „Wort und Klang“ mit den drei Organisten Michael Pützer, Holle Goertz, Thomas Gehrke, sowie der Pastoralreferentin Alice Toporowsky und der Gemeindereferentin Ruth Winterscheidt als geistlichen Impulsgeberinnen sind als abendliche Meditationen am 13. Juni, 11. Juli, 12. September, 10. Oktober, 14. November und 12. Dezember vorgesehen sowie als „Steinfelder Mittagsgebet“ (11.30 Uhr) vom 19. bis 23. August.

Holle Goertz: „Man kann sich den Rhythmus gut merken, »Wort und Klang« findet jeweils am 2. Donnerstag im Monat statt.“ Auch der Beginn (20 Uhr) ist immer gleich. Eintritt wird grundsätzlich in der Klosterbasilika nicht erhoben. Spenden sind aber willkommen. „Und werden auch auf lange Sicht benötigt“, so Michael Pützer, der Organist an der Steinfelder Basilika.

Seit der letzten Restaurierung sind nun fast 40 Jahre vergangen und die große Auslastung merkt man der König-Orgel nun deutlich an. Die Arbeiten an der Spieltraktur, den Tasten der drei Manuale und dem Pedal sind für Anfang 2020 vorgesehen. Die Finanzierung dieses Restaurierungsabschnittes ist bereits aus Erlösen früherer Kirchenkonzerte und großzügigen Spenden gesichert. „Jedoch ist die Königorgel auch durch Schimmelbefall und Staub stark betroffen und es werden weitere Gelder zur Sanierung benötigt“, so Michael Pützer.

Drei Musikerbiographien

„Michael Pützer, Holle Goertz und Thomas Gehrke werden im Verein mit Alice Toporowsky und Ruth Winterscheidt wichtige musikalische und meditative Impulse setzen. Der Nachhall durch eine entsprechende Publikumsresonanz aus dem weiten Umland werde nicht ausbleiben“, so Hans-Peter Göttgens. Das gelte auch für die neue Chorleitung.

Michael Pützer ist seit Januar 2019 Organist an der Basilika Steinfeld und Nachfolger von Andreas Warler. Der gebürtige Schleidener bekam durch seinen Vater, Kirchenmusiker Paul Pützer, seine erste Ausbildung im Klavierspiel. Weiterer Unterricht erfolgte bei dem Ehepaar Trudis und Heinz Görges (Dozenten an der Kirchenmusikschule) in Aachen.

Das Studium der Kirchenmusik begann Pützer 1981 an der Kirchenmusikschule St. Gregoriushaus. Seine Lehrer waren unter anderem Hubert Drees (Orgel), Dr. Anselm Hartmann (Klavier), Hans Josef Roth (Chorleitung), Norbert Richtsteig (Improvisation) und Gerhard Dünnwald (Gesang).

Seine Laufbahn als Kirchenmusiker begann 1987 unter anderem in den Pfarren St. Matthias Reifferscheid und St. Bernhard Hollerath, St. Stephanus Sistig, St. Matthias Sötenich und St. Barbara Krekel. Durch den Zusammenschluss zu einer Gemeinschaft von Gemeinden 2007 und 2009 kamen weitere Gemeinden und Orgeln dazu. Zurzeit umfasst die GdG „Heiliger Hermann-Josef“ 14 Pfarrkirchen und acht Kapellen.

Holle Goertz ist Regionalkantorin in der Region Eifel mit Dienstsitz in Kall. Sie wurde 1971 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur in Willich-Schiefbahn studierte sie an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf Kirchenmusik (A-Examen) und Dirigieren (Chorleitung) u.a. bei Prof. R. Wippermann (Chorleitung) und Prof. L. Herbig (Orchesterleitung), Prof. H. Callhoff, Prof. S. Schmidt (Orgel) und Janet Wood-Holdorf (Klavier).

Abgerundet wurde die Ausbildung durch die Teilnahme an verschiedenen Meisterkursen, u.a. bei Eric Ericson (Stockholm/Chorleitung), bei Prof. Lutz Herbig (Orchesterleitung in Montepulciano) und bei Prof. Stefan Klöckner (Gregorianischer Choral). Holle Goertz ist ihrerseits unter anderem Dozentin für Chorleitung, Orgel und Klavier des Bistums Aachen und lehrte auch die Fächer Kinderchorleitung (2001 bis 2015) und Deutscher Liturgiegesang und Gregorianik (2015-2017).

Thomas Gehrke hat nach Abitur und Bundeswehr Katholische Theologie studiert, war im Büro für Priesterausbildung und in der Klosterbuchhandlung Steinfeld beschäftigt und bildete sich ab 2003 in Kirchenmusik fort. Er ist Organist in Marmagen, Nettersheim sowie an anderen Kirchen der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Kall-Steinfeld.

Veranstaltungen mit Details unter: http://www.gdg-steinfeld.de

pp/Agentur ProfiPress

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