23. September 2021

Himmlische Klänge im Burgenmuseum Nideggen

© Foto: Burgenmuseum Nideggen

Kreis Düren. Besucher durften Anfang des Monats ganz besonderen Klängen und Melodien eines Instrumentes lauschen, die die Gemächer des Bergfriedes der Burg Nideggen durchfluteten: Gertrud Schmidt spielte auf ihren drei „Viola d’amoren“, den bemerkenswerten, historischen Streichinstrumenten.

Gertrud Schmidt verzauberte mit ihrem Spiel der Viola d’amore. © Foto: Burgenmuseum Nideggen

Die Musikerin studierte die Viola in München und Aachen. Gertrud Schmidt spielte mehrere Jahre im Aachener Sinfonieorchester und in verschiedenen Kammermusikgruppen. Seit 2000 beschäftigt sie sich mit Musikvermittlung und Unterricht an Gymnasien, Musikschulen und beim Privatunterricht, mit Kindern und Erwachsenen, in Gruppen und im Einzelunterricht. 2001 entdeckte sie die Viola d’amore. Besonders interessant findet sie die vielfältigen Möglichkeiten, da das Instrument nicht nur in der Barockzeit eine große Rolle spielte, sondern auch in der Musik des 20.  und 21. Jahrhunderts immer wieder verwendet wird. 2014 gelang es ihr, zusätzlich zu ihrem modernen Instrument zwei ältere zu erwerben.

Vorgestellt wurden alle drei Violas: Madame Sophie, Doktor Faustus und Newcastle heißen sie. Erstere wurde 1720 gebaut und verfügt über sechs Saiten. Doktor Faustus weist sieben Saiten auf und wurde 1772 von Tomaso Eberle in Neapel gebaut. Newcastle, die neueste unter den drei, wurde von Walter Mahr in Bubenreuth 1999 konzipiert.

In ihrem Vortrag und Spiel auf Burg Nideggen kamen gerade die beiden älteren Instrumente als Zeitzeugen und Hauptakteure der Entwicklung und Geschichte der Viola d’amore zu Wort und unterstützen Gertrud Schmidt sowohl beim Spielen der passenden Musik als auch beim Erzählen der Geschichte. Gertrud Schmidt schlüpfte in die Rolle der Viola d´amore und erzählte die jeweilige Geschichte des Instrumentes in der Ich-Form. Als „Madame Sophie“ äußerte „Ich kann auch anderes“, gelang eine fulminante Überleitung zu „Doktor Faustus“: Durch diese Viola d´amore ertönten weitere großartige Klänge und Klangnuancen. Werke von Michael Töpel „Rocailles pour viole d´amore) (2017), Christian Petzold „Partia ex F für Viola d´amore solo“ (18. Jh.), Bernardo Lorenziti Sonata „La Chasse“ (19. Jh.) und Henri Casadesus „Prélude Nr. XVII in E-Dur, Allegretto grazioso“ erklangen, vorgetragen von der talentierten Musikerin Gertrud Schmidt. Ihr Spiel faszinierte und ging unter die Haut. Das Publikum war sich einig und dankte dem musikalischen Vortrag mit sehr viel Applaus.

 

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