10. Januar 2022

Positive Bilanz trotz Corona-bedingter Schließungen – LVR-Freilichtmuseum Kommern ermöglicht entspannten Besuch auch im zweiten Pandemie-Jahr

© Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern

07. Januar 2022 Mechernich. “Trotz des schwierigen Starts mit Schließungen des Freilichtmuseums und der Absage großer Veranstaltungen wie dem „Jahrmarkt anno dazumal“ konnten wir in diesem Jahr knapp 110 000 Gästen einen sicheren, unterhaltsamen und spannenden Besuch im LVR-Freilichtmuseum Kommern bieten.“ Museumsleiter Dr. Josef Mangold zieht eine positive Bilanz im zweiten Pandemie-Jahr.

Foto: Wilde Vielfalt und SLG: Die Ausstellung „Stadt, Land, Garten“ erklärt die Entwicklung von Klostergärten bis Guerilla Gardening und zeigt die wilde Vielfalt in Kräutergärten und an Feldrändern. © Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Hans-Theo Gerhards.

Höhepunkt des Jahres war die feierliche Eröffnung der Milchbar aus Brühl, mit Musik, Choreinlage, spannenden Gesprächen mit Zeitzeugen wie auch leckeren Milchshakes. Das im August 2019 spektakulär „am Stück“ ins Freilichtmuseum versetzte Gebäude präsentiert nun nach aufwendigen Renovierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen ein wichtiges Stück Kneipenkultur des Rheinlandes. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Und so strömten vor allem viele Brühlerinnen und Brühler am Wochenende 21. und 22. August 2021 nach Kommern, bewunderten das überarbeitete Innenleben und genossen das Flair der auch als Rocker- und Rockmusikkneipe überregional bekannt gewordenen Gaststätte sowie ein kleines, aber feines Rahmenprogramm.

Die Veranstaltungen starteten mit „neunzehn71“ am 14. und 15. August, bei der die Besucherinnen und Besucher wieder 50 Jahre zurück in die Vergangenheit reisten, in Erinnerungen schwelgten und zudem mit Epitaph und KRAAN hochkarätige Konzerte von zwei Legenden der Krautrockzeit genießen konnten. Eine Woche später lockte das Freilichtmuseum schon mit einer weiteren Veranstaltung. Fast 30 Ausstellerinnen und Aussteller und viele Mitmach-Aktionen standen bereit, um den Gästen alles rund um das Thema „Nachhaltig Gärtnern“ nahe zu bringen. Sie konnten unter anderem plastikfreies Arbeiten im Garten kennenlernen, Wurmkisten bauen oder bei Kräuterführungen mitmachen.

Im Herbst wurde die etablierte Großveranstaltung „Nach der Ernte“ verkleinert als „Erntetage“ durchgeführt. Das abwechslungsreiche Programm zeigte traditionelle Arbeiten auf Bauernhöfen und in Dorfwerkstätten unter dem vollen Einsatz von Mensch und Tier. Auch die Veranstaltung „Von der Waldarbeit zur Holzkunst“ bot, neben einem kleinen Markt zum Thema Holz bzw. Holzkunst, viele Vorführungen und Vermittlungsstationen, vom Motorsägenkünstler über den Drechsler, der Korbflechterin bis hin zu Rückepferden und Traktoren.

Mitte Oktober konnte das Museum bei herrlichem Sonnenschein den „Tag des Apfels“ feiern. Neben einer großen Apfelsortenausstellung, im Tanzsaal aus Pingsdorf, gab es Informationsstände und Mitmachangebote für Kinder und Erwachsene sowie eine Vielfalt an Äpfeln und Apfelprodukten, etwa seltene regionale Obstsorten, Obstbäume, Apfelwein und „Viez“ sowie Apfelpfannkuchen. Schließlich läutete der „Advent für alle Sinne“ das Ende des Museumsjahres ein und gab die Möglichkeit, trotz verschärfter Corona-Schutzmaßnahmen, Gebäck aus den museumseigenen Öfen, Kunsthandwerk und Laternenführungen besinnlich zum Jahresende erleben zu dürfen.

Über die Veranstaltungen hinaus boten die drei Sonderausstellungen „Bartning.Bartning.Bartning. Architekt der Moderne“, „Trüb und Klar. Unser täglich Wasser“ und „WirRheinländer“ einen abwechslungsreichen Einblick in die Kultur des Rheinlands. Zudem wurde die neue Ausstellung „Stadt, Land, Garten – Wilde Vielfalt zwischen Küchengarten und Feldflur“ in der Scheune Sechtem erstmals für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Sie beleuchtet, wie sich Bedeutung und Aussehen von Nutzgärten gewandelt haben.

Ein größeres Bauprojekt des Jahres 2021 war der Breitbandausbau. Auf dem weitläufigen, über 100 Hektar großen Gelände, auf dem an vielen Stellen bislang keinerlei Handyempfang besteht, konnte in guter Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Handwerk, Technik, Wissenschaft und Verwaltung der Breitbandausbau in kurzer Zeit vorangetrieben werden, sodass nun in allen Baugruppen und Gebäuden Anschlüsse an das Glasfasernetz vorhanden sind. Dies ist wichtig, um die Bestände des Museums, die auf dem gesamten Gelände in Magazinen untergebracht sind, direkt vor Ort digital erfassen und inventarisieren zu können, aber auch, um den Museumsbesucherinnen und -besuchern weiterführende Inhalte zu den Ausstellungsstücken auf digitalem Wege, z.B. über QR-Codes, direkt vor Ort abrufbar bereitstellen zu können.

Mit weiteren Charakteren der Gespielten Geschichte erweiterte das Museum sein Angebot der personalen Vermittlung. Gäste können sich bei einem Termin bei der AVON-Beraterin zu den neuesten Kosmetikprodukten der 1960er-Jahre beraten lassen, der Steinmetzin über die Schulter schauen oder erleben, wie ein Kriegsheimkehrer sich und seine Familie versorgte.

Auch 2022 erwartet die Museumsgäste wieder ein abwechslungsreiches Programm. Geplant sind Jahrmarkt, ZeitBlende 1972, Erntefest und der Advent für alle Sinne. Viele kleinere Aktionen sollen – nicht nur an den Wochenenden – einen spannenden Besuch ermöglichen. Den Startpunkt setzt am 20. Februar 2022 die Eröffnung der Ausstellung „FormVollendet? Bakelit verändert den Alltag“. Vom Telefon bis zum Trabbi, von Kameras bis zu Möbeln – dieser vielfältige Kunststoff regte Designer und Techniker gleichermaßen zur Entwicklung neuer Produkte und Verwendungs-möglichkeiten an. Aber auch die kalten Wintertage locken zur Zeit zu einem entspannten Spaziergang durch das weitläufige Museumsgelände.

 

Über den LVR:
Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 20.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

 

Pressekontakt:

Daniel Manner, Telefon: 02443 9980-120 /Mail: daniel.manner@lvr.de

 

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